Grünes Wandsbek - Oliver Schweim

Suche

Glyphosat vergifteter Boden am NSG Stellmoorer Tunneltal

Glyphosat vergifteter Boden im NSG Stellmoorer Tunneltal

Direkt am Natuschutz Stellmoorer Tunneltal in Hamburg Rahlstedt spielt sich ein Umweltdelikt ab. Auf dem Grundstück der ehemaligen Chinchillafarm am Herdenpfad wurde vom Botanischen Verein im Juli festgestellt, dass dort mehrere große Bäume abgestorben waren. Daraufhin kontaktierte mich der Verein und bat mich um eine Aufklärung der Sachlage beim Bezirksamt. Das Bezirksamt veranlasste nach meinem Hinweis eine Bodenuntersuchung und ordnet den Eigentümer an, den Boden vorsorglich abzudecken, damit eventuelle Schadstoffe nicht weiter in das Erdreich getragen werden.

Abgestorbene Bäume (Bild: Horst Bertram)

Die Bodenprobe hat nun ergeben, dass um die Bäume herum Glyphosat in großen Mengen ausgebracht wurde. Die Konzentration liegt bei ca. 6g pro kg Boden. Da Glyphphosat wasserlöslich ist wurde das Gift auch in tiefere Erdschichten getragen. Ein vorhandener Brunnen wurde überprüft und ist gegen eine Entnahme von Wasser gesichert. Das Bezirksamt hat nun angeordnet, dass das Grundstück umgehend einzufrieden ist. Der Fall wurde der Wasserschutzpolizei und der Behörde für Umwelt und Energie gemeldet, die nun weitere strafrechtliche Schritte einleiten.

Ich hatte das Grundstück bereits im März besucht und damals festgestellt, dass dort illegal große Mengen von Gewerbeabfällen wie Farben, Lacke und Dämmstoffe gelagert wurden. Die Wandsbeker GRÜNEN hatten damals einen anonymen Hinweis erhalten:

Illegaler Müll im März 2016 

Wie gefährlich der aktuelle Fund für das Naturschutzgebiet und das dortige Grundwasser ist kann aus verschiedenen Studien und der laufenden Diskussion über ein Verbot von Glyphosat entnommen werden. Der NABU hat hierzu beispielsweise eine Studie erstellt.