Kurz notiert

Glyphosat vergifteter Boden am NSG Stellmoorer Tunneltal

Glyphosat vergifteter Boden im NSG Stellmoorer Tunneltal

Direkt am Natuschutz Stellmoorer Tunneltal in Hamburg Rahlstedt spielt sich ein Umweltdelikt ab. Auf dem Grundstück der ehemaligen Chinchillafarm am Herdenpfad wurde vom Botanischen Verein im Juli festgestellt, dass dort mehrere große Bäume abgestorben waren. Daraufhin kontaktierte mich der Verein und bat mich um eine Aufklärung der Sachlage beim Bezirksamt. Das Bezirksamt veranlasste nach meinem Hinweis eine Bodenuntersuchung und ordnet den Eigentümer an, den Boden vorsorglich abzudecken, damit eventuelle Schadstoffe nicht weiter in das Erdreich getragen werden.

Abgestorbene Bäume (Bild: Horst Bertram)

Die Bodenprobe hat nun ergeben, dass um die Bäume herum Glyphosat in großen Mengen ausgebracht wurde. Die Konzentration liegt bei ca. 6g pro kg Boden. Da Glyphphosat wasserlöslich ist wurde das Gift auch in tiefere Erdschichten getragen. Ein vorhandener Brunnen wurde überprüft und ist gegen eine Entnahme von Wasser gesichert. Das Bezirksamt hat nun angeordnet, dass das Grundstück umgehend einzufrieden ist. Der Fall wurde der Wasserschutzpolizei und der Behörde für Umwelt und Energie gemeldet, die nun weitere strafrechtliche Schritte einleiten.

Ich hatte das Grundstück bereits im März besucht und damals festgestellt, dass dort illegal große Mengen von Gewerbeabfällen wie Farben, Lacke und Dämmstoffe gelagert wurden. Die Wandsbeker GRÜNEN hatten damals einen anonymen Hinweis erhalten:

Illegaler Müll im März 2016 

Wie gefährlich der aktuelle Fund für das Naturschutzgebiet und das dortige Grundwasser ist kann aus verschiedenen Studien und der laufenden Diskussion über ein Verbot von Glyphosat entnommen werden. Der NABU hat hierzu beispielsweise eine Studie erstellt.

 

Solarleuchten für Hamburg

Energieautonome Wegebeleuchtungen fördern
Rot-grüne Koalition will Pilotprojekt im Hohenhorst-Park

Die Wandsbeker rot-grüne Koalition will den Einsatz von energieautonomen Wegeleuchten voranbringen. Damit soll der Bezirk Wandsbek seine Rolle als Wegbereiter für innovative Techniken im Klimaschutz wahrnehmen. Gedacht ist dabei vor allem an Straßen- und Wegeleuchten, die Solarenergie nutzen.

Beispiel aus Bayern:

Solarleuchte in Bayern  Solarleuchte in Bayer

Wir wollen mit einem Pilotprojekt im Hohenhorster Park in Rahlstedt Erfahrungen mit energieautonomen Leuchten unter realen Bedingungen sammeln und testen, ob sich solche Beleuchtungskonzepte auch bei anderen Wegeverbindungen eignen.

Energieautonome Straßenleuchten können die Energiewende unterstützen weil langfristig die Energiekosten gesenkt werden. Solche Leuchten sind in der Anschaffung nur geringfügig teurer als kabelgebundene Leuchten. Sie sind sogar kostengünstiger, wenn für die kabelgebundene Leuchte mehr als 10m Kabel verlegt werden müssen. Darüber hinaus amortisieren sich die Leuchten bei einer erwarteten Betriebszeit von 20 Jahren durch den Nullenergieverbrauch schnell.

Die Energiekosten für Straßen- und Wegebeleuchtungen lagen 2014 in Hamburg bei 7,1 Millionen Euro, Pilotanlagen z.B. mit LED-Systemen können diese Kosten senken.

Hintergrund:
Nachdem es bereits 2014 im Regionalausschuss Rahlstedt einen rot-grünen Antrag auf Installation von solaren Straßenleuchten gab (DRS XIX-5192), der von der zuständigen Behörde jedoch als nicht wirtschaftlich abgelehnt wurde, gibt es jetzt im rot-grünen Koalitionsvertrag auf Landesebene den Wunsch, mehr Energie aus erneuerbaren Quellen zu nutzen und dabei auf innovative Techniken zurückzugreifen. Mit dem aktuellen Antrag für die Bezirksversammlung am 16. Juni wollen SPD und GRÜNE das Thema im Bezirk nochmal voranbringen. Der Hohenhorst-Park eignet sich nach der Umgestaltung besonders als Pilotprojekt, da es hier große Freiflächen gibt und keine Verschattung der Leuchten durch Bäume die Energieernte behindert.

Rundgang für Barrierefreiheit in Eilbek

Die Arche Nova ist eine Einrichtung, die Menschen mit erworbenen Hirnschäden die Möglichkeit bietet im Rahmen ihrer Fähigkeiten selbstständig zu leben. Im Herzen von Eilbek im Hamburger Bezirk Wandsbek leben auf 4 Etagen jeweils 6 Bewohner in ihrem privaten Wohnbereich. Diese Menschen bewegen sich mit Unterstützung und auch eigenständig im Stadtteil jeweils mit unterschiedlichen Beeinträchtigungen.

Einige Bewohner sind auf Rollstühle angewiesen, andere haben Schwierigkeiten beim Gehen und können auf unebenen Wegen leichter stürzen.

Ingo Freund (SPD) und ich haben uns mit Herrn Horstmann von der Arche Nova, einigen Bewohnern und Frau Böcker von raum + prozess zu einem Rundgang im Stadtteil getroffen. Wir wollten wissen welche Stellen in Eilbek für behinderte Menschen besondere Barrieren darstellen. Wir konnten feststellen, dass an mehreren Stellen eine Absenkung von Bordsteinen sinnvoll erscheint. Zwei Kreuzungen sind so unübersichtlich, dass es schon für nicht beeinträchtige Menschen schwer ist diese gefahrlos zu überqueren.

Abzweigung Coventstraße/Papenstraße (Link zur Karte):

   

An diesen beiden Kreuzungen kann eine Verbesserung nur durch größere bauliche Maßnahmen ermöglicht werden, die bei knappen Kassen immer schwer zu realisieren sind.
Wie uns die Bewohner berichten gibt es im Stadtteil in unmittelbarer Nähe der Arche Nova keine Arztpraxen mit barrierefreien Zugängen. Hier können Lösungen nur zusammen mit Investoren im Rahmen von Neubauvorhaben gefunden werden. Wir nehmen aber auch diese Hinweise mit.

Es gibt aber auch Punkte, die ggf. leichter umgesetzt werden können. Z.B. die Absenkung einiger Bordsteine.

Kreuzung Ritterstraße/Papenstraße (Link zur Karte):

 

Vielleicht lassen sich für diese Menschen einige Verbesserungen im Stadtteil erreichen.

Nach Paris: Demokratie verteidigen mit Augenmaß!

Ich fühle mit den Angehörigen der Opfer der Anschläge von Paris. Der Anschlag war ein Angriff auf die Freiheit und die Demokratie. Menschen, die sich tagtäglich für die Meinungsfreiheit einsetzen sollen in Angst und Schrecken versetzt werden, damit sie ihre Meinung nicht mehr äußern. Das darf nicht passieren.

Es wird daher deutlich, wie wichtig es ist diese Freiheit und damit die Demokratie trotz dieser Ängste zu schützen.

Wir müssen das aber mit Bedacht tun. Nach solchen Ereignissen ist es denkbar schlecht, wenn wir in Panik verfallen und überreagieren. Der Ruf nach noch schärferen Antiterror- oder Asylgesetzen sind meines Erachtens der falsche Weg. Wir müssen vielmehr als Gesellschaft konsequent gegen solche Angriffe aufstehen und gerade trotzdem unsere Freiheit weiterleben. Ebenso, wie es die Redaktion von „Charlie Hebdo“ jetzt macht. Das ist bewundernswerter und echter Widerstand gegen den Terror: Sich nicht einschüchtern lassen!

Wenn wir dem Ruf nach noch schärferen Gesetzen folgen, müssen wir uns fragen, ob wir bei der Verteidigung der Freiheit genau solche Mittel einsetzen dürfen, die Diktatoren nutzen? Könnte ein Mittel wie die Vorratsdatenspeicherung nicht ggf. später auch benutzt werden, um eben genau Freiheiten einzuschränken und die Demokratie zu zerstören, die wir schützen wollen?

Was haben wir von Edward Snowden gelernt? Wurden irgendwelche Konsequenzen gezogen? Nein! Alles waren Lippenbekenntnisse und inzwischen sind wir zur Tagesordnung übergegangen. Und das Interessante ist: Hat die Datensammelwut geholfen, um die Anschläge von Paris zu verhindern? Nicht wirklich. Zwar waren die Attentäter auf der Terrorliste der USA, aber konnte das verhindern, dass die Attentäter sich eine Waffe beschaffen und in irgendeiner Einrichtung mehrere Menschen erschießen?

Wir sollten keine weitere Verschärfung der Kontrollinstrumente zulassen. Keine Vorratsdatenspeicherung! Denn genau diese kann auch genutzt werden, um die gesammelten Daten zur Bekämpfung von Kritikern einzusetzen, die sich gegen korrupte Politiker und Machtsysteme wehren. Wir alle haben gesehen, was alles schon ohne eine Legitimation getan wird um Daten zu sammeln auch mit Beteiligung der Bundesrepublik.

Daher sage ich NEIN zur Vorratsdatenspeicherung!!

Unsere Instrumente zur Bekämpfung des Terrorismus reichen aus. Die Balance zwischen Überwachung und Freiheit darf nicht zur Totalüberwachung kippen!

 

 

 

Seite 1 von 3